Meine Reise in die Bretagne

23Februar
2012

Eine etwas andere Geschichte 2 / 2

Der Zug fuhr am Gleis ein und brachte mich über Lyon in die Schweiz. An sich lohnt sich das Land ja allein schon landschaftlich, dummerweise war es schon dunkel als ich endlich in Genf / Zürich war. Deshalb kann ich nur mit Fotos vom Zürcher Bahnhof dienen.

Bahnhof 1 Bahnhof 2 Bahnhof 3 Bahnhof 4 

Am nächsten Tag ging's dann schon weiter Richtung Wien. Dummerweise mussten wir an der Schweizer Grenze aussteigen. Es war kein Weiterkommen. Der Vorarlberg war wegen Lawinen gesperrt und wir wurden über München umgeleitet. Nach abermals 12 Stunden im Zug kam ich dann abends in Wien an. Allerdings konnte ich dieses Mal die Landschaft fotografieren / filmen und ich sag's mal so: hässlich ist was anderes.

Landschaft Zürisee

 

Wien hat einfach Charme. Die vielen Kaffeehäuser laden schon zum Verweilen ein. Ich war dann sogar auf dem St. Marxer Friedhof, wo Mozart begraben liegt sowie im Technikmuseum, wo es viele Dinge zum Entdecken und Erkunden gibt. Und das Schöne ist: Man kann einige Dinge sogar betatschen.

U-Bahn-Brücke St. Marxer Friedhof Mozartgrab 1 Mozartgrab 2 Technikmuseum 1 Technikmuseum 3

 

Als es dann nach 9 Tagen wieder zurück nach Frankreich ging, konnte ich noch einmal die Alpenlandschaft beäugen. Jaja die Bergwelt hat schon was eigenes...

Landschaft 1 Landschaft 2

 

Die letzte Station meiner Reise war dann Paris bevor es dann wieder zurück zu den Bretonen ging.

23Februar
2012

Eine etwas andere Geschichte 1 / 2

Liebe Kinder,

heute erzähle ich euch eine etwas andere Geschichte. Vor einigen Tagen habe ich mir ein Interrail-Ticket gekauft, habe mich in den Zug gesetzt und bin durch Mitteleuropa gefahren. Das war eine spannende Reise, ich bin ganz allein gereist und unterwegs habe ich viel gesehen und einige Menschen getroffen.

 

1) Am ersten Tag bin ich von Rennes nach Marseille gefahren. Ursprünglich wollte ich mit dem Zug über Paris fahren, allerdings hat mir die "freundliche" Dame vom Schalter gesagt, dass das nicht geht, weil "alle" Züge ausgebucht seien. Das französische Bahnsystem ist etwas speziell. Man muss im TGV immer reservieren. Es ist auch egal, ob noch Plätze am Ende frei sind im Zug, ohne Platzkärtchen läuft hier gar nichts. Damit ich dann doch noch nach Marseille gekommen bin, hat mich die Frau dann die ganze Küste runtergeschickt über Nantes, Bordeaux und Toulouse. Nach fast 12 Stunden war ich dann endlich in Marseille. Marseille ist ganz hübsch. Ich hab viel gesehen. Dummerweise hat mir gleich am nächsten Tag eine Möwe auf den Mantel gekackt, naja kommt vor. Der Aufstieg zur Kathedrale "Notre Dame" (wie sollte sie auch sonst heißen...) lohnt sich, von da oben hat man einen grandiosen Ausblick über die Stadt und auf das Meer. Dass Marseille auch schon im Mittelalter als Hafenstadt geschätzt wurde, zeigen die Wandmalereien im Inneren der Kirche.

Arc de Triomphe Marseille 1 Marseille 3 Marseille 2 Marseille 3Notre Dame Kathedrale innen

Zwei kleine Dinge habe auch auch festgehalten: Die ulkigen Einkaufswagen im Carrefour und eine Straße, die nach mit benannt wurde. Aber vielleicht wurde ich auch nach der Straße benannt.

Chariot Rue Robert

 

2) Bald ging's weiter mit dem Zug nach Avignon. Dort habe ich bei einer deutsch-französischen Familie gewohnt. Höhepunkte in Avignon sind natürlich das alljährlich stattfindene Theaterfestival im Sommer, der Papstpalast und der Pont d'Avignon. Der Mistral hat offentlich gewütet und das Thermometer gleich um 10 ° C sinken lassen. Ich hab also versucht mich drinnen aufzuhalten, sonst wäre mir die Perrücke weggeflogen. Interessant war auf jeden Fall wie die Päpste einst gelebt haben. Gehungert haben sie auf jeden Fall nicht. Im Gegenteil Avignon besaß zeitweise einen wahrhaft herrschaftlichen Hof der Kurie, die wie auch die weltliche Macht (König, Kaiser) mehr als 10 Bedienstete hatte, die den Hof intakt hielten.

Papstpalast 1 Papstpalast 2 Platz am Papstpalast Eingang PapstpalastIm Palast Eishöhle  Café Près de la gare Université d'Avignon Rhône Pont d'Avignon

Am meisten haben mich in Avignon die vollständig erhalten Stadtmauer, die sich wie ein Ring um den Stadtkern zieht, sowie der Blick auf die Stadt von der bekannten Brücke aus.

05Februar
2012

2012 / I

Inzwischen ist 2012 schon 36 Tage alt und der Winter zeigt sich hier nun auch in Farbe. Ein zarte Schneedecke hat sich auf die Wiesen und Hügel der Bretagne gelegt und sofort ist das blanke Chaos über das Land hereingebrochen.

Die Schulbusse fahren nicht, die Autofahrer haben Angst mit ihren voitures auszurutschen und in der Schule sitzen die Lehrer im Lehrerzimmer eingedeckt mit café noir, während 90 % der Schüler zu Hause an der PS 3 oder Wii zocken und sich des Lebens freuen.

Die Assistenten lassen sich von den reduzierten Stunden nicht beirren, da dreht man sich eben einmal länger morgens im Bett herum. Und die WEs werden nach wie vor mit Exkusionen bespickt, insofern es der Geldbeutel zulässt.

So waren wir letztes Wochenende in Vannes, eine schöne ville médiévale am Golfe de Morbihan. Abgesehen von den Yuppies und den Yachten (beides mit Y) ist die Stadt nicht hässlich und man kann in den Gässchen spazieren gehen und am Hafen etwas Wintersonne tanken.

BurggrabenBurggraben 2 Burggraben 2 Geschäftetummelei Kathedrale

Die crêperie war dummerweise nicht so der Kracher. Wir waren dort mittags essen und irgendwie hat sich das französische Klischee dort bestätigt: Teures Essen für wenig Menge. Ich hab auch schon andere Erfahrungen gemacht, aber hier waren wir so ziemlich alle enttäuscht.

Crêperie Gasse 1Gasse 2

Manchmal ist Deutschland gar nicht so weit weg. Wir haben dann nämlich noch ein Pub mit nem Schild entdeckt, das bestimmt einige ganz gut kennen. Es war neben einem Geschäft, das den Namen trug: "Le petit Billig".

Paulaner

17Dezember
2011

Dann neigte sich 2011 dem Ende zu...

...und ich bin eben noch durch Bain-de-Bretagne spaziert. Ich dachte erst, dass ich gar nicht mehr in vorweihnachtliche Stimmung komme, aber als ich dann die Weihnachtsmusik gehört hab, die in den Straßen per Lautsprecher gespielt wurde, kamen dann doch ein paar weihnachtliche Stimmungen auf. Das Ganze verstärkte sich dann als ich in der boulangerie stand und draußen dicke Hagelkörner auf die Erde prasselten.

 

Jetzt ist schon Halbzeit, die letzten 3 Monate sind irgendwie ganz schön schnell vergangen. Passiert ist viel und im Dezember waren wir dann noch am Mont St. Michel und da sollte man auf jeden Fall mal gewesen sein.

En route Auf dem Parkplatz Aufgang

Die ehemalige Mönchsburg ist heute ein Touristenmagnet in der Bretagne und auf einer Seite vom Meer umspült. Ab 18 Uhr sollte man mit seinem Gefährt den Parkplatz verlassen, weil dann die Flut kommt und das Auto dann wahrscheinlich irgendwo neben dem Burggraben schwimmt...

Flutwarnung Eingang 1 Eingang 2 GeschäfteBurganlage 1 Burganlage 2 

Auf ging's zum Aufgang und als wir dann durch die mächtige porta hindurchgeschritten sind, waren wir irgendwie wieder ins Mittelalter versetzt oder in J.K. Rowlings Harry Potter, denn die kleinen eng aneinandergeschmiegten Läden in den schmalen Gässchen erinnerten mich doch sehr an die Szene als Harry seine Einkäufe in der Winkelgasse erledigt hat. Eine Schneeeule habe ich mir nicht gekauft, dafür aber ein schönes Poster von dieser imposanten Anlage.

Nachdem wir uns dann nach oben gekämpft hatten, waren wir dann in der eigentlichen Burg und dann schon überrascht wie die Mönche von einst dort gelebt haben. Der Ausblick von ganz oben und der Kreuzgang mit dem Kräutergarten sind schon was für's Auge und allen Laizismus zum Trotz - mal ehrlich: Das Leben im Kloster und dessen Geschichte hat schon was für sich, schon im Mittelalter haben die Mönche in dieser  hygienisch miserablen Zeit Kräuter angebaut und deren Wirkungsstoffe sinnvoll eingesetzt. Man denke nur an Hildegard von Bingen. Leider steht das heute nur im langen Schatten der Kreuzzüge und Hexenprozesse, die dem Vatikan immer noch angekreidet werden.

Ausblick 1 Ausblick 2 Ausblick 3 Bester Ausblick vom Kreuzgang Kreuzgang Halle 1 Halle 2 AbwärtsEine kleine Gruppe 2Eine kleine Gruppe 1Vanessa & Robsen

Ja, am Mont St. Michel habe ich mit Abstand die meisten Bilder gemacht, aber einfach auch deswegen, weil es so viel zu fotografieren gibt. Irgendwann brach die Dämmerung dann auch herein und wir sind Richtung Auto gelaufen, denn der kl. Zeiger kam der 6 bedrohlich näher...

Bevor wir aber endgültig eingestiegen sind, haben wir noch ein paar Aufnahmen vom coucher de soleil (Sonnenuntergang) gemacht sowie von den Vögeln, die irgendwie synchron um den Berg gekreist sind (s. Facebook - Video). Und dann hieß es Abschied nehmen und wir sind wieder gen Rennes gefahren.

  VogelschauCoucher de soleil 1  Coucher de soleil 2Coucher de soleil   Coucher de soleil 4Abschied

Tja und heute ist der 17/12 und in wenigen Tagen geht's wieder Richtung Deutschland und in die Heimat. Wie man so schön sagt: Mit einem lachenden und weinendem Auge.

Ich wünsche ein frohes Fest und einen guten Start in 2012!

Robsen

23November
2011

Und dann ging's eine Woche später weiter nach...

Nantes! Nantes ist echt ein Blickfang.

 

Loire Kathedrale außen Kathedrale innen Straßenzug Pont ensoleillé

 

Die Stadt ist größer als Rennes, das merkt man schon an den Straßen. Am Ufer der Loire gibt es tolle Bauten zu bewundern. Abgesehen von der großen Shoppingmeile, die ja nun in jeder Stadt sein könnte, gibt eine Kathedrale zu sehen (schlicht, aber trotzdem schön, das Schloss der Herzöge der Bretagne, kleine Bücher- und Musikmärkte und das Beste: Straßenkünstler! Da waren Rentner, die einfach wie beim Aquafitness getanzt haben. Ich hab n Video bei FB reingestellt, weil das hier ja nicht geht.

Und dann haben wir noch einen Elefanten gesehen, der wie n Reisebus Touris transportiert hat und dann noch welche mit Wasser bespritzt hat, die ihm im Weg standen. Und dabei war das Tier nicht mal echt.

Bunte Straßenmusikanten Elefantenbus 1 Elefantenbus 2 

Auf jeden Fall hat sich der Ausflug dahin gelohnt. Zum Abschluss gibt's noch eine normandisische Frau zu sehen, denn Nantes liegt nicht mehr in der Bretagne. Ich persönlich bevorzuge aber Rennes mit seiner Kneipenkultur zum Bier trinken, dafür hat Nantes aber andere Facetten. Den Mädels hat's scheinbar auch gefallen. (Österreich, Kolumbien und die USA waren vertreten.)

Bretonische Frau Robsen & Anhang 1 Les filles Robsen und S.

23November
2011

Und sie zogen weiter...

...zuerst Richtung Westen nach Brest und Robsen stellte fest, dass er diesmal zwar nicht sein Ladekabel für die Kamera vergessen hatte, dafür aber die Kamera selbst...Die lag dann im Auto seiner bayerischen Kollegin. Somit kann ich nicht viel von Brest zeigen, aber dafür erzählen.

Brest ist relativ hässlich. Dafür können die Brester aber nichts. Das waren die Deutschen und der Versailler Vertrag, der Deutschland irgendwie nicht gut getan hat und dann einen gewissen Hass auf die Siegermächte erzeugt hat. Aber das soll ja kein Geschichtskurs werden!

Brest besteht zu 99 % aus Beton. Die Alliierten haben die Stadt rund 20 Tage bombardiert, weil dort ein U-Boot-Stützpunkt der Deutschen versteckt war.

Dementsprechend unmalerisch ist die Stadt heute. Aber man hat getan, was man konnte und alles nach dem Krieg wieder neu aufgebaut. Jetzt bauen sie auch an einer ziemlich langen Straßenbahn. Es gibt auch ein Militärmuseum, in das nur Franzosen und EU-Menschen dürfen. Ich durfte nicht rein. Lag aber daran, dass sie schon zu hatten. Aber ich hab ja sowieso Zivildienst gemacht, also was soll's.

 

Die Umgebung um Brest ist schon reizvoller. Wir haben uns dann einen Mietwagen genommen und sind mit dem Auto gen Atlanktikküste gefahren. Das hat echt was! Musst du auch mal machen. Irgendwie so ne leicht melancholische Atmosphäre, gleichzeitig mal Zeit zum Innehalten und die Luft ist auch nicht von schlechten Eltern. Die pointe du Raz ist hier ein großen Highlight, ich will mal gucken, dass ich da nochmal hinkomme.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7d/Bretagne_Finistere_PointeduRaz15119.jpg

06November
2011

Und da kam der Einfall!

Nachdem ich dummerweise mein Verbindungskabel für die Cam nicht gefunden habe, hat mir jemand empfohlen, einfach die Karte in das Lesegerät einzustecken et voilà: Je vous présente les photos.

Erstes Balkan-Konzert in Rennes mit vielen Mlles und mir

An der Schule gebe ich 12 Stunden / Woche. Die Arbeit macht meistens Spaß. Das französische Schulsystem ist anders als das deutsche. Das Gymnasium geht nur 3 Jahre (ist ja fast wie in der DDR) und es werden so ziemlich alle für das lycée zugelassen.

http://pharouest.ac-rennes.fr/e352318E/Photos/LyceeExte8.JPG

Die Schule ist relativ modern, es gibt viel Drumherum neben dem normalen Unterricht: Es gibt einen Concièrge am Eingang zur Schule und eine Krankenschwester, die in Ohnmacht gefallene Schüler versorgt, Außerdem gibt es ganz viele Menschen, die in der Verwaltung arbeiten. Das Tollste ist allerdings die Schulklingel: Die klingt wie 'ne Melodie aus ner TV-Show.

Der Deutsch-Unterricht ist geteilt in Literatur- und Sprachunterricht mit 2 Lehrern. Im Literaturunterricht bieten sie auch Theaterprojekte an. Am Donnerstag waren wir z.B. mit 50 Schülern im Theater in Rennes und haben "Othello" auf Deutsch mit französischen Untertiteln gesehen. Manchmal gehen die Klassen auch in das Schulamphitheater und proben dort. 

Rennes, la capitale de la région Ille-et-Villaine Regelmäßiger Flohmarkt am Place St. Anne Fachwerk  Altstadt von Rennes

Rennes ist hier die Metropole in der Bretagne und gleichzeitig die Hauptstadt dieser région sowie des département Ille-et-Villaine. Die Stadt erinnert mich irgendwie sehr an Erfurt: viel Fachwerk, viele gut erhaltene Gebäude, nette Cafés im Zentrum bespickt mit diskutierenden Studenten und kleinen Läden. Sie haben vor einigen Jahren hier eine neue Metro-Linie gebaut, die wahrscheinlich auf dem neuesten Stand der Technik ist. Es gibt keinen Fahrer (wie in Nürnberg), alles ist automatikbetrieben. Ich war einmal live dabei und habe für euch ein kleines Video gedreht und es bei FB reingestellt.

  Métro fahren in Rennes ist ein bisschen wie Achterbahnfahren so ganz ohne Fahrer...

20Oktober
2011

3 Wochen...

...bin ich nun schon hier, irgendwie ist die Zeit wie im Flug vergangen. In der Schule lebe ich mich so langsam ein und ich erkunde schon ein bisschen die Gegend rundum Bain. Bain selbst ist jetzt nicht so der Kracher, aber die Bretagne ist ja groß! Bilder folgen in Kürze, sobald ich mein Ladekabel für die Cam gefunden hab ;) Robsen